Reviews

Diapason (Hugues Mousseau)
– über Bruckner 5, CD Aufnahme

„Vor allem aber lässt er [Rémy Ballot] viele Leute hinter sich, beginnend bei Blomstedt, Haitink oder Abbado – trotz ihrer überlegenen instrumentalen Brillanz – und er schickt Barenboims Wagner-Routine zurück in die Seile. […]“

Oberösterreichische Nachrichten
– über Bruckner 5, Konzert der Brucknertage St. Florian am 18. August 2017

„Diese Fünfte Bruckners war tatsächlich ein Griff nach den Sternen. Das Altomonte-Orchester unter Dirigent Rémy Ballot überzeugte beim Höhepunkt der Brucknertage in St. Florian. […] Schon die ersten Takte der Einleitungen klangen nicht zufällig passierend, sondern minutiös geplant, und jede sich steigernde Entwicklung schien auf beiden Seiten genau programmiert und doch mit der gewissen Spannung des momentanen Geschehens auf der Bühne ein richtiges Maß an Freiheit atmend.

Derart gelang eine rundum überzeugende, klanglich dem Raum ideal angepasste und stilistisch subtil ausformulierte Interpretation, die in ihrer unaufgeregten und nie ins Pathetisch-Pompöse kippenden Inszenierung dem ästhetischen Schönheitsideal folgte und Klangpracht pur servierte.“

 

Salzburger Nachrichten
– über Bruckner 5,Konzert der Brucknertage St. Florian am 18. August 2017

„Fünfte Symphonie brachte Brucknertage zum Höhepunkt. […] Das Altomonte Orchester unter Dirigent Rémy Ballot meisterte die akustische Herausforderung der Basilika bavourös…das Publikum ließ dem Schlussakkord dieser 90-Minuten-Aufführung keine chance zum Verklingen, sondern brachsofort in lautstarken Jubel aus.“

 

Wiener Zeitung
– über  die CD Bruckner 9, Februar 2016

„Platz schaffen im CD-Regal, wo man glaubte, alles dicht stellen zu können, weil ohnedies nichts Nennenswertes mehr hinzukommen würde – also bei Anton Bruckner. Doch weit gefehlt, denn dessen Neunte Sinfonie in der Interpretation von Rémy Ballot muss man eher haben als alle anderen seit anno Celibidache. […] Die Ballot-Gleichung heißt Genauigkeit + Energie = Ekstase zum Quadrat. Wie der in Wien lebende Franzose den Anfangs-Bogen des ersten Satzes immer mehr spannt, ist unbeschreiblich. Das Stampfen des Scherzos entwickelt sich zur Dämonie – da reißen die Perchten den Höllenschlund auf. Und dann die Gegenwelt des Adagios – aber welche Brüche gehen durch diese Verklärung, höchster Schmerz und höchste Seligkeit in bestürzender Verbindung. […] Das Altomonte Orchester St. Florian wächst, offenbar im Wissen, an etwas Außerordentlichem teilzuhaben, über sich hinaus. Eine maßstabsetzende Einspielung!“